Erfahrungsbericht Südafrika Road Trip

29 Mai 2017

Unsere Kundin Frau Hartwig war mit „erlebe-familienreisen“ auf einem abenteuerlichen Road Trip in Südafrika unterwegs. Was sie und ihre Familie erlebt haben, verrät sie uns in ihrem Blogbeitrag:

Unser Erfahrungsbericht:
Südafrika Road Trip

Südafrika war nun unsere zweite Reise mit „erlebe familienreisen“ und wieder haben wir es nicht bereut, ganz im Gegenteil! Die Dinge, die wir schon während unserer Costa Rica Reise so sehr schätzten und nicht missen wollten, haben uns auch in Südafrika wieder vollkommen überzeugt. Dann fange ich mal an zu erzählen…

Ankunft in Südafrika

Unser erstes Ziel war der Pilanesberg Nationalpark im Norden Südafrikas. Die Lodge war super, das Zimmer klasse. Wir sind am Morgen gelandet und haben den Tag dann eher gemütlich verbracht, ein bisschen den Garten erkundet und die Umgebung. Was sich wirklich lohnt, denn ein bisschen entfernt gab es einen kleinen Pfad über Stegen durch den Wald, von dem aus man schon ein paar Antilopen und ein Zwerghippo beobachten konnte.

Am nächsten Tag sollte es dann eine geführte Tour über das Gelände geben, darauf freuten wir uns schon sehr. Nur leider hat es Südafrika zur Begrüßung nicht so gut mit uns gemeint. In der ersten Nacht gab es ein so starkes Gewitter, wie ich es noch nie erlebt habe. Und mit dem Gewitter kam der Regen. Er kam und blieb für ganze vier Tage! Der Gamedrive musste somit ausfallen und auch die Tour, die wir dann selbst im Pilanesberg Nationalpark unternommen haben, fiel aufgrund des Wetters eher kurz aus. Was sehr sehr schade gewesen ist. Der Pilanesberg Nationalpark ist toll und wir hätten ihn sehr gerne länger und bei besserem Wetter erlebt und erkundet. Wir haben wirklich das Gefühl, dass der Park unterschätzt wird. Wir können ihn jedenfalls nur empfehlen.

Safarierlebnis mal anders

Vom Pilanesberg ging es für uns weiter zum Waterberg, einem richtigen Safarierlebnis. Leider kam der Regen mit uns. Ich muss zugeben, dass der Dauerregen unsere Gemütslage schon sehr beeinflusst hat und wir das Waterberg-Safari-Erlebnis sicher nicht so erlebt haben, wie wir es bei Sonnenschein getan hätten. Denn es ist eine ganz andere Art der Safari dort, jedenfalls haben wir es so empfunden. Wann denkt man bei einer Safari schon daran, dass man auf einen Berg hinauf fährt, um dann hoch oben Tiere zu beobachten!? Es war einfach schade, aber gut, auf das Wetter hat man nun mal keinen Einfluss.

Die Gegend um den Waterberg ist grandios und das Camp war es erst recht. Die Zelte sind der pure Luxus und wären schon allein aufgrund der Außendusche, die wir wegen des schlechten Wetters jedoch leider nicht nutzen konnten, ein Erlebnis gewesen. Zweimal am Tag ging es auf Safari. Mit Regencape und Mützen saßen wir im offenen Jeep und haben uns von Steven alles erzählen lassen, was es zu erzählen gibt. Dabei haben wir viele verschiedene Tiere gesehen: Giraffen, Zebra- und Gnuherden, Impalas, Kudus, Löwen und Nashörner, was natürlich wirklich ein Highlight war. Sowohl die Löwen als auch die Nashörner waren förmlich zum Greifen nah. Der Waterberg ist wirklich ein Erlebnis, aber man sollte unbedingt die Sonne dazu buchen.

Safarierlebnis mit Löwen

Atemberaubende Landschaft in den Drakensbergen

Mit Zwischenstopp in Johannesburg ging es für uns dann in die Drakensberge. Ich bin überglücklich, diese atemberaubende Landschaft in unsere Reise integriert zu haben. Die Farm, auf der wir untergebracht waren, ist ein kleines Goldstück und besonders Lasse hat sich dort pudelwohl gefühlt. Er hat sich so sehr mit den dort lebenden Hunden und Ziegen angefreundet, dass es beim Abschied sogar einige Tränen gab. Den Regen haben wir nach vier Tagen endlich hinter uns gelassen. Am Morgen nach unserer Ankunft erwachten wir in den Drakensbergen bei herrlich blauem Himmel und strahlenden Sonnenschein. Den Tag verbrachten wir dann bei etwa 30 Grad komplett mit Wandern in den Bergen. Es ist wirklich eine grandiose Landschaft, an der man sich nicht satt sehen kann. Für uns ganz klar ein MUSS, wenn man Südafrika bereist. Wir sind schweren Herzens weiter gezogen und wären sehr gern noch ein bisschen länger geblieben.

Grüne Landschaft in den Drakensbergen

Absolute Highlights

Von Durban aus ging es dann mit dem Flieger nach Port Elisabeth. Und von dort dann weiter zum Addo Elephant Nationalpark. Nachdem wir unsere Forrest Cabin bezogen hatten, die wir übrigens alle total toll fanden, ging es für uns am nächsten Morgen noch vor dem Frühstück auf Tour durch den Park. Wir wollten so früh wie möglich los, weil wir uns mit den ersten Sonnenstrahlen die ersten tollen Tierbeobachtungen erhofften. Und ja, da war er, unser absoluter Addo-Höhepunkt, oder besser gesagt einer von zwei absoluten Höhepunkten. Wir trafen mitten auf der Straße eine Löwin mit zwei Jungen. Unglaublich. Die Jungen waren noch so verspielt und neugierig, dass sie erst mal schön auf uns zukamen. So nah, einfach großartig. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass wir die absoluten Glückspilze sind, denn selbst viele Einheimische haben noch nie Löwen im Addo gesehen. Und für uns gab es sie, noch dazu Löwenkinder, ganz allein für uns. Wahnsinn!

Tolle Tierbegegnungen im Addo Nationalpark

Nach den Löwen sind wir dann auch unseren ersten Büffeln begegnet und mit ihnen kam dann eine ganze Herde, auch dieses Erlebnis war unglaublich toll. Am Nachmittag sollten wir dann unseren zweiten Höhepunkt erleben: Elefanten ohne Ende! Wir hatten das absolute Mittendrin-Erlebnis: Herden, die auf unser Auto zukamen und sich dann um unser Auto herum aufgeteilt haben. Mit mehreren Jungtieren sind sie gemächlich an uns vorbeimarschiert. Ich konnte es kaum fassen, und wir waren einfach nur grenzenlos begeistert – was für großartige und faszinierende Tiere! Wir fanden den Addo einfach super und waren total gern dort. Wir sind sehr froh, direkt im Park übernachtet zu haben, ansonsten hätten wir die Löwen sicher nicht gesehen. Das Basiscamp ist sehr schön mit einem Spielplatz und einem Museum angelegt und hat uns absolut begeistert.

Elefanten marschieren vorbei

Besuch eines Townships

Vom Addo aus haben wir uns dann auf den Weg nach Knysna gemacht, mit Zwischenstopp im Tsitsikamma Nationalpark, den wir etwa zwei Stunden erkundet haben. Auch dieser Nationalpark ist wirklich einen Besuch wert! In Knysna angekommen, waren wir erst einmal begeistert von unserer Unterkunft. Stannards Guest Lodge ist einfach ein kleines Juwel – so wunderschöne Zimmer, eine tolle Terrasse mit Blick auf den schönen Garten und alles sehr persönlich. Da wir so spät nicht mehr in die Stadt zum Abendessen wollten, hat man für uns Pizza bringen lassen, die wir schön im Sonnenuntergang auf der Terrasse genießen konnten. Am Morgen kam der Chef persönlich zu jedem Tisch, hat sich nach den Vorhaben für den jeweiligen Tag erkundigt und gegebenenfalls noch Vorschläge und Tipps gegeben.

In Knysna stand für uns der Besuch des Townships auf dem Programm. Anfangs waren wir unsicher, ob es wirklich gut ist, eine solche Tour zu machen, weil es einfach ein schwieriges Thema ist, dass sich Touristen Armenviertel anschauen. Letztlich sind wir jedoch wirklich froh gewesen, uns für diese Tour entschieden zu haben. Wir haben so viel Wissenswertes erfahren, so viel über das Leben in einem Township gehört und gesehen, dass sich der Blick wirklich verändert und vor allem geöffnet hat. Der Besuch eines Kindergartens dort war für Lasse ein einschneidendes Erlebnis. Noch Tage später hat er davon berichtet und uns Fragen gestellt. Es ist wichtig, dass er sieht, wie Menschen, vor allem Kinder in anderen Teilen der Welt, leben und groß werden. Aber auch wie unterschiedlich der Umgang mit lebensnotwendigen Dingen, beispielsweise Wasser, die für uns so selbstverständlich sind, sein kann.

Es ist einer der wichtigsten Gründe für uns, weshalb wir mit Lasse so weit reisen, dass sich sein Blick auf die Welt verändert, dass es seine Entwicklung beeinflusst und er einfach offener wird. Letztlich fanden wir die Tour sehr lohnenswert und legen sie jedem nah, der sich wirklich für das Leben im Township und die Geschichte, die dahinter steckt, interessiert. Den Rest des Tages haben wir dann am Strand genossen. Am Abend waren wir im Turbine Hotel essen, ich erwähne dies nur, weil es wirklich einen Besuch wert ist, gerade auch mit Kind. Es ist zwar sehr gehoben, aber man kann sich dort die alten Turbinen anschauen, was Lasse wirklich toll fand und das Essen war einfach großartig.

Besuch eines Townships in Knysna

Tolle Farmerlebnisse

Nach dem Aufenthalt in Knysna hat die Straußenfarm in der Nähe von Heidelberg auf uns gewartet. Auch hier hatte ich mich im Vorfeld fast von meiner Meinung leiten lassen und den Baustein streichen wollen, weil es mir etwas langweilig erschien. Am Ende hat es sich zu einem der schönsten Aufenthalte entwickelt, und ich war sehr froh, dass ich mich nicht von meiner anfänglichen Skepsis überzeugen ließ. Die Farm ist so toll gewesen, das kleine Cottage war wunderbar rustikal und wir haben uns sofort in die Terrasse mit der Sofaecke und dem grandiosen Ausblick durch riesige Panoramascheiben auf die weiten Felder verliebt.

Am ersten Abend gab es ein Braaipaket für uns und wir haben auf unserer Terrasse köstlich gegrillt. Das Straußenfleisch, vor allem aber auch die frischen Salate und Beilagen waren sehr lecker. Lasse schwärmt noch heute davon, und wir mussten ihm versprechen, dass wir demnächst auch hier Straußenfleisch auf den Grill legen werden. Am nächsten Morgen ging es dann mit Farmer Neelz auf seinem Pickup, zusammen mit drei Hütehunden, auf große Farmtour. Ein rasantes Erlebnis, besonders für Lasse eine tolle Erfahrung. Wir haben die riesigen Schafherden gesehen und durften die Strauße mit ihren Jungtieren füttern. Am Abend wurde uns dann im Farmhaus gezeigt, wie man richtig grillt. Ein wirklich toller Aufenthalt bei Neelz und seiner Frau und absolut empfehlenswert. Wir würden dort sofort wieder Zeit verbringen wollen, denn man hat ein bisschen das Gefühl, der Zeit zu entrücken, abzuschalten und die Schnelligkeit hinter sich zu lassen.

Besuch einer Straußenfarm

Mit dem Bike in die Weinberge

Unser letzter Aufenthalt vor Kapstadt führte uns nach Stellenbosch und in die Weinberge. Nach den Drakensbergen wieder eine Landschaft, die einfach nur wunderschön ist. In den Weinbergen haben wir zusammen mit einem Guide die Bikes ’n Wines Tour gemacht. Es ist eine tolle Tour mit Mountainbikes, wenn auch nicht anspruchslos. Lasse ist sehr groß für sein Alter und ein wirklich guter Radfahrer, aber auch er ist ab und zu an seine Grenzen gekommen. Also auf keinen Fall sollte man diese Tour mit Kindern unter 6 machen oder wenn man sich unsicher ist, ob das Kind die Strecke auch wirklich schafft. Es wurde uns viel über Weine erzählt, wir haben viel probieren dürfen und das Radfahren hat großen Spaß gemacht. Wir können es wirklich nur empfehlen. Eine tolle Tour, auf der man die Landschaft noch einmal ganz anders sieht und erlebt.

Fahrradtour in die Weinberge

Zum Abschluss 4 Tage Kapstadt

Die letzten vier Tage unserer Reise haben wir in Kapstadt verbracht, besser gesagt in einem ganz tollen Apartment in Hout Bay, fast direkt am Strand. Die Tage in Kapstadt und Umgebung haben wir noch einmal richtig genossen, es ist wirklich eine ganz tolle Ecke Südafrikas, und wir hätten dort auch gerne noch mehr Tage verbracht. Wir waren natürlich am Cape Point und am Kap der guten Hoffnungen, haben uns von den Massen an Touristen aber sehr schnell wieder vertreiben lassen. Wir haben uns menschenleere Ecken auf der Kap Halbinsel gesucht, die es zu Genüge gibt, um dort die Strände zu erkunden und nach Schiffswracks zu suchen. Wir waren am Muizenberg Strand mit seinen berühmten bunten Häuschen und haben die Pinguine am Boulders Beach direkt nach Öffnung des Parks besucht. Somit waren wir vollkommen allein dort – ganz großartig!

Familienfoto am Boulders Beach

Wir haben den Sonnenuntergang am Chapmans Peak Drive genossen, haben eine Wanderung im Silvermine Nature Reserve unternommen und den Tafelberg vom Signal Hill aus bestaunt. Begeistert waren wir vom botanischen Garten, einen schöneren habe ich noch nie gesehen. Zudem haben wir zweimal den Vogelpark in Hout Bay besucht – das war Lasses absolutes Kapstadt Highlight. Er fand den Park sehr toll, vor allem das Affenhaus, in dem die Affen auf einem herumklettern. Und dann ging es auch schon wieder nach Hause. Wie schnell doch drei Wochen vergehen…

Fazit unseres Südafrika Road Trips

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Südafrika in jedem Fall eine Reise wert ist und dennoch ganz anders war als unsere Reise durch Costa Rica. Dies ist wohl hauptsächlich der unterschiedlichen Größe der Länder geschuldet. Wir haben das leider etwas unterschätzt und letztlich doch gemerkt, dass wir uns für drei Wochen sehr viel vorgenommen hatten. Wir saßen mehr als 3.000 km im Auto, und das hat vor allem Lasse des Öfteren an seine Grenzen gebracht. Somit war die Reise ab und zu einfach sehr anstrengend. Im Nachhinein denken wir, dass wir vielleicht besser nur den Norden oder nur den Süden hätten bereisen sollen. Vielleicht wäre es auch schön gewesen, an dem einen oder anderen Ort einen Tag länger zu verweilen. Aber gut, am Ende ist man immer schlauer und letztlich möchte man ja doch so viel wie möglich von einem Land mitnehmen. Zudem würde es mir doch überaus schwer fallen, zu entscheiden, worauf wir hätten verzichten wollen.

Was wir aber wieder ganz klar sagen können ist, dass, genau wie in Costa Rica, die Wahl der Unterkünfte einfach großartig war. Wir waren überall so gern, hatten so schöne Zimmer bzw. Cottages, so liebevolle Gastgeber und so leckeres Essen – wir haben uns wirklich überall sehr wohl gefühlt. So wohl, dass es nicht nur einmal Tränen beim Abschied gab und wir überall gerne länger verweilt hätten. Von den gebuchten Unternehmungen waren wir insgesamt wirklich begeistert. Auf diesem Weg also noch einmal ein großes liebes Dankeschön für die Planung und Organisation. Und schon jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass es nach Costa Rica und Südafrika eine nächste Erlebe-Familienreise für uns geben wird! In diesem Sinne bis ganz Bald!

 

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