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Die Familie in die Wüste schicken – Mit der Karawane durch Marokko

von Mehr Michaela Büsen Reisespezialistin

22 Februar 2017

Ein Kamelritt und eine anschließender Übernachtung in der Wüste ist sicherlich ein absolutes Highlight einer Marokko-Reise. Oft werden wir gefragt, ob dieses Erlebnis auch für Familien geeignet ist. Da ich selbst bei meiner letzten Reise an dieser  Wüsten-Tour teilgenommen habe, möchte ich gerne meine Reiseerfahrungen und Empfehlungen mit Ihnen teilen.

 

Erstmal ankommen

Bei unserem Baustein „Karawane durch die Wüste“ planen wir zu Beginn eine Nacht in einem Familienhotel in Zagora ein. Hier können Sie sich mit Ihrer Familie erstmal von der langen Fahrt erholen und in Ruhe ankommen. Nachdem wir unser Gepäck abgestellt haben, sind wir im Pool schwimmen gewesen und den Anreisetag ganz ruhig angehen lassen.

 

Und heute geht es los…

Am nächsten Morgen fahren Sie mit Ihrem Mietwagen zum Startpunkt Ihres Wüstenabenteuers. Das Gepäck können Sie in der Regel im Hotel an der Rezeption hinterlegen, sodass Sie nur einen Tagesrucksack mit den nötigsten Utensilien für die nächste Nacht dabei haben. Nach etwa einer halben Stunde erreichen Sie Ouled Dris, wo bereits die Kamele und auch die Kameljungen auf Sie warten. Ihren Mietwagen können Sie auf einem bewachten Parkplatz über Nacht abstellen.

Wir haben uns noch bunte Tücher gekauft und haben uns in die Kunst des Turban Bindens einführen lassen, so waren wir vor der prallenden Sonne und dem Sand geschützt. Auch einen guten Sonnenschutz sollten Sie sich und vor allem Ihren Kindern auftragen. Damit Sie die Mittagshitze nicht auf dem Kamel verbringen, empfehlen wir, entweder direkt morgens zu starten oder erst am Nachmittag. Nun werden die Kamele gesattelt und es kann losgehen. Kinder ab 7 Jahren dürfen auf einem eigenen Kamel reiten, jüngere Kinder teilen das Kamel einfach mit einem Elternteil. Jede Familie ist mit ihrem eigenen Kameljungen unterwegs.

Mit den Kamelen durch die Wüste schaukeln

Das Aufsteigen ist ziemlich aufregend und ungewohnt, aber sobald das Kamel aufrecht steht, startet der gemütliche Teil. In langsamem Tempo schaukeln Sie durch die Ausläufer der Sahara-Wüste. Wenn Sie eine Pause möchten, geben Sie einfach Ihrem Guide Bescheid und dann können Sie absteigen. So sind wir circa 1,5 Stunden durch die Wüste geritten, bis wir die ersten Biwak-Zelte erblickt haben – unser Lager für diese Nacht.

Ein Wüstencamp besteht in der Regel aus 15-20 Camps und Ihre Familie bewohnt eines davon. Die Zelte sind mit echten Betten und Matratzen ausgestattet und auch extra Decken für kalte Nächte gibt es. Dennoch empfehlen wir, einen dünnen Schlafsack mitzunehmen, denn die Kamelhaardecken können doch etwas kratzig sein. Neben den Schlafzelten gibt es noch ein großes Gemeinschaftszelt und ein Toilettenhäuschen. Die Ausstattung ist sehr einfach und es gibt keine weiteren sanitären Einrichtungen. Allerdings denke ich, dass es das für dieses Abenteuer und eine einzige Nacht durchaus wert ist.

Sonnenuntergang in der Wüste

Unser Kameljunge Hassan hat uns erst einmal frisch aufgebrühten Tee gebracht, den wir vor unserem Zelt genossen haben. Anschließend sind wir auf eine Düne geklettert und haben uns den Sonnenuntergang angeschaut – wirklich ein einmaliges Erlebnis. Es ist so still und friedlich in der Wüste, sodass wir uns komplett auf den orange glühenden Ball am Himmel konzentrieren können. Anschließend haben wir uns gemeinsam mit den anderen Reisenden im Gemeinschaftszelt getroffen und es gab ein herrliches Abendessen.

Neben frischem Eintopf gab es selbst gemachtes Brot und wir haben uns satt gegessen. Dann war der Abend allerdings noch nicht vorbei. Wenn das gesamte Essen verspeist ist, holen die Kameljungen Ihre Trommeln heraus und es werden arabische Lieder gesungen und es wird getanzt. Anschließend sind wir mit einer Taschenlampe in der Hand zu unserem Zelt gelaufen und haben uns bettfertig gemacht. Da in dieser Nacht ein ziemlicher Sandsturm gewütet hat, haben wir nicht sehr viel geschlafen, aber auch dieses Erlebnis werden wir so schnell nicht vergessen.

Ein neuer Tag beginnt…

Das Frühstück hat Hassan uns zum Zelt gebracht und natürlich gab es auch wieder frisch aufgebrühten Tee. Nachdem wir gestärkt waren, ging es zurück zu den Kamelen und wir haben den Heimweg angetreten. Nachdem wir uns mit vielen Abschiedsfotos von unseren Kamelen und Hassan verabschiedet haben, sind wir zurück zum Hotel nach Zagora gefahren. Hier waren wir sehr froh, in den erfrischenden Pool zu springen und den Sand der Wüste abzuwaschen. Und so ging eines der Highlights unserer Marokkoreise zu Ende.

Fazit

Unserer Meinung nach eignet sich ein Wüstenausflug absolut auch für eine Familienreise. Sowohl für die Kinder, als auch für die Eltern wird dies ein spannendes Erlebnis sein, von dem sie sicherlich noch lange erzählen werden.

 


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