Warum man sehr wohl im Sommer nach Costa Rica fahren kann – Fünf Vorteile für eine Reise in der Nebensaison

7 Januar 2016

In Costa Rica herrscht von Mitte/ Ende April bis Anfang/ Mitte November Nebensaison, die sogenannte Regenzeit. Produktmanagerin Daniela ist bereits sechsmal nach Costa Rica gereist und für sie ist die beste Reisezeit genau diese Nebensaison, da sie ihrer Meinung nach auch viele Vorteile bietet. Lest selbst Danielas fünf ganz persönliche Highlights und Vorteile für eine Reise während dieser Monate:

Daniela-Wasserfall

Schildkröten bei der Eiablage beobachten:
Mein absolutes Highlight: Schildkröten bei der Eiablage beobachten. Von Juli bis Oktober kommen Tausende von Schildkröten an den Strand im Tortuguero Nationalpark um Ihre Eier abzulegen. Für mich ein wirklich einmaliges Erlebnis! Ausgerüstet mit gutem Schuhwerk und dunkler Kleidung machten wir uns abends mit unserem Guide auf den Weg zum Strand. Die Eiablage im Tortuguero Nationalpark wird von den Behörden zum Schutz der Schildkröten streng überwacht und so ist ein Besuch des Strands abends nur mit Guide erlaubt. Am Strand angekommen hieß es dann erst einmal warten… Mein Blick schweifte stets über den Sand zu den ankommenden Wellen. Ein paarmal dachte ich, ich würde eine Schildkröte sehen, aber immer wieder war es nur ein Ast oder Baumstamm, der mit den Wellen an Land gespült wurde. Und dann sah ich doch plötzlich schemenhaft im Mondlicht die erste Schildkröte aus dem Wasser kommen. Und ganz schön groß war sie! Langsam bahnte sie sich mit ihren Flossen den Weg durch den Sand in Richtung Dickicht am oberen Rand des Strandes. Es war deutlich zu sehen, wie anstrengend dieser Weg durch den Sand für sie ist. Wir sind vorsichtig, und möglichst leise in das Dickicht aus Palmen und Sträuchern hinter uns zurückgewichen um nicht zu stören. Bald fing die Schildkröte an mit ihren Flossen ein großes Loch zu graben. Es dauerte einige Zeit, aber nachdem das Loch groß und tief genug war, fing sie tatsächlich an Eier zu legen. Nun durften wir vorsichtig näher an das Tier heran, da sich die Schildkröten nun in einer Art Trancezustand befinden und ihre Umgebung nicht wahrnehmen. Diese Eiablage live mitzubekommen ist für mich definitiv ein großer Pluspunkt für eine Reise in der Nebensaison!

Guide malt Schildkröte am Strand

Tagsüber erklärt der Guide mehr über die Schildkröten, denn bei der Eiablage muss es ruhig sein und es dürfen keine Fotos gemacht werden

Weniger Touristen im Land
Schlange stehen, um in den Manuel Antonio Nationalpark zu gelangen? Gedrängel an den heißen Quellen von La Fortuna? Dies ist in der Nebensaison nicht der Fall. Ich habe während meiner letzten Reise Ende August/ Anfang September meist nur sehr wenige Reisende in den Nationalparks getroffen – dafür aber umso mehr Tiere! Obwohl ich bereits öfter in Costa Rica war, kann ich mich an keine Reise erinnern, bei der ich mehr Tiere gesehen hätte: Auf dem Weg in den Tortuguero Nationalpark hatte sich ein Faultier langsam auf den Weg in die Astwipfel gemacht und war bereits aus dem Bus heraus gut zu beobachten. Überhaupt hat der Tortuguero Nationalpark dieses Mal sämtliche Erwartungen übertroffen, denn bei der morgendlichen Bootstour haben wir innerhalb von nur wenigen Minuten verschiedene Affenarten, Kaimane, kleine Schildkröten und verschiedenste Vögel gesehen. Und während einer Fahrradtour bei Puerto Viejo kamen geradezu zufällig ein paar Tukane vorbeigeflattert während ich dabei war Affen zu fotografieren. Neben der Wahrscheinlichkeit mehr Tiere zu sehen, hat für mich das Reisen in der Nebensaison aber auch den großen Vorteil, dass Guides, Hotel- und Restaurantmitarbeiter meist entspannter sind, mehr Zeit für ihre Gäste haben und auch gerne auch einmal ein Schwätzchen halten und mehr Insidertipps geben.

Echse-Dschungel-Costarica

Äffchen in den Bäumen

Äffchen in den Bäumen

 

Das Krokodil lauert am Ufer

Das Krokodil lauert am Ufer

 

Tukan-Costarica

Faultier-Costarica

 

 

Schnäppchen bei den Flugpreisen
Ebenfalls ein Vorteil für das Reisen in der Nebensaison: die Flugpreise, denn hier gibt es zwischen Hoch- und Nebensaison oft sehr starke Schwankungen. So konnte ich bisher immer gute Schnäppchen machen und relativ günstig nach Costa Rica reisen. Ich finde, dass man die paar hundert Euro, die man gerne einmal in der Nebensaison beim Flug spart, besser vor Ort für eine aufregende Canopy-Tour oder eine besondere Unterkunft ausgeben kann. Lediglich von Reisen im September und Oktober rate auch ich ab, da es hier auch einmal den ganzen Tag regnen und Überschwemmungen geben kann.

 

Klein aber fein – der Vorteil von unterschiedlichen Klimazonen im Land
Costa Rica ist zwar geografisch gesehen ein sehr kleines Land, aber es hat sehr viele unterschiedliche Klimazonen. Und so kann man auch hier (zumindest versuchen) das Klima etwas zu „überlisten“. Da an der Karibikküste, z.B. in Cahuita, Puerto Viejo oder auch Tortuguero, besonders in der Zeit, die in Costa Rica als Nebensaison gilt (Mitte/ Ende April bis Anfang/ Mitte November) besseres Wetter herrscht als an den Pazifikstränden, kann man den Strandaufenthalt auch einfach dorthin statt an einen der Pazifikstrände legen. Ich hatte Anfang September bestes Sommer-Sonnenwetter!

Strand-karibikkueste-costarica

 

Tropisches Land – auch einmal den Regen genießen
Ja, von Mitte April bis Mitte November ist in Costa Rica eigentlich Regenzeit. Aber das heißt nicht, dass es hier permanent 24 Stunden am Tag regnet. Meistens bedeutet dies, dass es morgens erst schön und sonnig ist und es sich dann gegen Nachmittag zuzieht und es anfängt zu regnen oder auch zu gewittern. Aber da Costa Rica nun einmal ein tropisches Land ist und sich das Wetter nicht planen lässt, weiß man nie so genau, was passiert. Auch in der Trockenzeit kann es daher einmal regnen.
Und wenn es regnet, dann regnet es – und das meist so richtig! Aber für mich ist auch ein richtig tropischer Regen etwas, das man einmal erlebt haben sollte: Innerhalb von Sekunden ist alles nass, es bilden sich dicke Pfützen und die Welt scheint unterzugehen. Es ist faszinierend diesem Regen zuzusehen und zu staunen, wo plötzlich das ganze Wasser herkommt. Und schon bald riecht es herrlich nach Sommerregen und kleine Schwaden steigen vom noch warmen Boden auf… Dies ist die beste Zeit es sich einfach in einen Schaukelstuhl oder in einer Hängematte auf der Veranda gemütlich zu machen – denn warm ist es auf jeden Fall immer noch.
Oder man setzt sich in kleines Café und schaut den Costaricanern zu, wie sie unbeeindruckt vom Wetter ihren Tätigkeiten nachgehen. Denn die Costaricaner sind sowieso immer begeistert, wenn es mal regnet, denn „ohne den Regen wäre nicht alles so schön grün“.

Regen in Costarica


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