Drei unverwechselbare Länder: Thailand, Malaysia und Indonesien

von Mehr Mechtild Latussek Reisespezialistin Familienreisen

23 Juni 2017

Schon die gewählte Reisezeit beeinflusst die Entscheidung für eines der drei Länder Thailand, Malaysia und Indonesien. Ein Land bereist zu haben, bedeutet nicht Südostasien zu kennen. Jedes Land hat seinen besonderen Charme, den man am besten auf einer nur diesem Land gewidmeten Reise erschließt.

Das einmalige, königliche Thailand

Die klimatisch beste Reisezeit für Thailand ist die Zeit zwischen Dezember und April. Thailand ist das Land der „Freien“, die nie eine Kolonialzeit erlebt haben. Als Buddhisten praktizieren die Thais Toleranz und vermischen sich seit Jahrhunderten mit einwandernden Völkern. Die Monarchie, prächtige, buddhistische Tempel und das Mönchsleben, aber auch der Geisterglaube sind kulturelle Eckpfeiler.

Präsenz goldglänzender Tempel – hier wird der Buddhismus aktiv gelebt

Mönche genießen in Thailand hohes Ansehen

Eine alte Tradition in Thailand ist, dass die Söhne einer Familie eine Zeit als Novizen im Kloster verbringen. Der leitende Mönch eines Klosters ist vor allem auch auf dem Land wichtiger Berater in allen Lebensfragen. Im Norden Thailands leben verschiedene, aus dem Süden Chinas eingewanderte, animistische Bergvolkstämme und im Süden zur malaysischen Grenze mischen sich in das Bild der Tempel zunehmend ländliche, kleine Moscheen. Sprache und Schrift ist Thai.

Frau des Langhals Stammes bei Mae Hong Son

Der Norden Thailands ist gebirgig und größtenteils bewaldet, Zentralthailand und der Osten sind flach bis hügelig und durch Reisanbau und weitere Landwirtschaft geprägt. Im Süden herrschen neben den durch Nationalparks geschützten Regenwäldern Obst-, Kokos-, Gummi- und Gewürzplantagen vor.

Da die Straßen in Thailand in mäßigem Zustand, Verkehrsregeln häufig unbekannt und die Beschilderungen für Europäer an vielen Orten nicht lesbar sind, empfehlen wir landestypische, günstige, öffentliche Verkehrsmittel wie das Tuk Tuk, Wassertaxi, Sontheaw oder auch das Longtailboot zu nutzen.

Schwimmender Markt auf den Wasserstraßen (Klongs) in Thailand

Auch die thailändische Küche ist in ihrer Vielfältigkeit herausragend. Sie ist für besondere Schärfe, ausschließlich frische Zutaten und verschiedenste Gewürze wie Ingwer, Thai Basilikum und Koriander bekannt. Zu den bekanntesten Gerichten gehören die Tom Yam Gung, eine klare, scharfe Suppe mit Shrimps, Zitronengras und frischen Pilzen oder grüne und rote Curries. Ein flüssiges Gewürz, das in der thailändischen Küche nicht fehlen darf ist „Nam Phla“, das aus getrocknetem und gesalzenem Fisch hergestellt wird.

Malaysia – Kontast zwischen Moderne und ländlicher Beschaulichkeit

Die beste Reisezeit für Malaysia ist die Zeit zwischen Juni und September. Als moslemischer Staat ist Malaysia in Sultanate aufgeteilt. Es dominieren daher Moscheen und die Frauen – besonders in den Kampungs (Dörfern) – tragen Kopftücher.

Masjid Ubudiah in Kuala Kangsar

Junge Malayin auf Sarawak

Der Tagesablauf wird durch die Gebetszeiten und strengen Regeln, wie auch die Einhaltung des Ramadan, bestimmt. Chinesen und Inder leben in den Städten in eigenen Vierteln (China Town/Little India) mit chinesischen und hinduistischen Tempeln. Städte wie Kuala Lumpur und das unabhängige Singapur, wirken sehr modern, westlich und aufgeräumt.

Skyline der modernen Metropole Kuala Lumpur

Auf dem Land in auf Pfählen gebauten Holzhäusern leben überwiegend Malayen, die ihre Gewürzgärten, Reisfelder und Plantagen pflegen. Die Sprache Bahasa Melayu ist in römischer Schrift lesbar. Portugiesen, Holländer und Briten kolonialisierten das Land und prägen in den größeren Städten mit imposanten britischen Kolonialgebäuden wie in Kuala Lumpur oder protestantischen Kirchen aus der Zeit der Holländer, wie in Melaka, die Architektur im Stadtzentrum. Die Verwaltung und das Bildungssystem sind britisch organisiert. Ein Sport in Malaysia ist der Drachenwettkampf, bei dem farbenprächtige Flugdrachen präsentiert werden und im Luftkampf gegeneinander antreten.

Das Straßen- und Autobahnnetz ist gut ausgebaut und beschildert, sodass Malaysia sicher mit dem Mietwagen bereist werden kann. Malaysia ist tropisch, mit weitläufigen Plantagen entlang der Hauptverkehrsadern. In den Hochlandregionen Westmalaysias wird vor allem Tee angebaut. Im Zentrum Westmalaysias und in Ostmalaysia liegt der älteste und artenreichste Regenwald, in dem noch Ureinwohner, wie z.B. Orang Asli, leben.

Die Küche Malaysias besteht aus drei sich wenig mischenden, nationalen Richtungen: malayisch, indisch und chinesisch. Im Verhältnis zur thailändischen Küche ist sie durch Zutaten wie Kokosmilch und Erdnüsse gehaltvoller. Eine malayische Spezialität ist Saté mit Erdnusssoße oder Laksa, eine Fischsuppe mit unterschiedlichsten Einlagen. Um die Speisen zu schärfen, reicht man Sambal.

Völker- und Kulturvielfalt in Indonesien

Indonesien bereist man am besten von April bis Oktober. Es besteht aus mehr als 17.000 Inseln und ist ein Vielvölkerstaat. Die künstliche Amtssprache Bahasa Indonesia vereint die Völker. Die Javaner sind überwiegend moslemisch, aber auch Clanhäuser und Tempel der Chinesen oder Kirchen aus der Kolonialzeit prägen die Stadtbilder. Die noch verbliebenen Sultanate üben nach wie vor Einfluss auf die Regierung im Land aus. Zeugnisse alter buddhistischer und hinduistischer Hochkulturen sind auf Java die Tempelruinen Borobudur und Prambanan. Bali hat eine eigene, alte Form des Hinduismus mit Tempeln und besonderen Ritualen bewahrt.

Wassertempel auf Bali zur Abwehr böser Meeresgeister

Tirtagganga – Wasserpalast eines Prinzen auf Bali

Tänze, Theater oder Puppenspiel (Wayang Golek und Wayang Kulit) werden auf Java und Bali von dem typischen, monoton klingenden Gamelanorchester begleitet. Die Tempelfeste und Feiern Balis sind öffentlich und Besucher willkommen.

Junge balinesische Tempeltänzer

Jede der größeren Inseln des Archipels hat ihren eigenen Charakter, ihre besondere Kultur und  Artenvielfalt. In Indonesien reihen sich über die Hauptinseln von Norden nach Süden, wie an einer Perlenkette aufgereiht, zahlreiche, zum Teil sehr aktive Vulkane. Java und vor allem Bali bestechen durch malerische Reisterrassen.

Kunstvoll angelegte Reisterrassen bei Ubud auf Bali

Auf den Inseln südlich von Bali, wie z.B. auf Komodo, der Heimat der Komodo Warane, ist das trockenere Klima Australiens schon spürbar. Aufgrund der vulkanischen Einflüsse gibt es auf Bali neben traumhaft weißen auch schwarzsandige Strände.

Bekannte Gerichte in Indonesien sind Nasi Campur oder Nasi Goreng, Gado Gado, ein Gemüse-Salat mit Erdnusssoße oder Soto Ayam, eine klare Hühnersuppe. Spezialitäten der balinesischen Küche sind das Babi Guling, eine Art Spanferkel, und als Dessert schwarzer Reis mit Kokosmilch. Zusätzlich gewürzt wird auch hier mit Sambal oder Kecap Manis, einer süßen Sojasoße.

 

Lernen Sie die Vielfalt Asiens kennen und erleben Sie den besonderen Charme der einzelnen Länder!

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